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Can Merey: „Der ewige Gast“

22. September | 19:00 21:00

Lesung mit anschließender Gesprächsrunde
Eine Veranstaltung des Integrationsrats und der Volkshochschule Unna-Fröndenberg-Holzwickede

Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

In seinem Roman „Der ewige Gast. Wie mein türkischer Vater versuchte, Deutscher zu werden“ erzählt der Journalist Can Merey die Geschichte von Tosun, dem Sohn eines Istanbuler Papierfabrikanten, der im Herbst 1958 als junger Türke nach Deutschland kommt – noch vor den Gastarbeitern.
Nach dem Studium heiratet er Maria, die von einem bayerischen Bauernhof stammt, und gründet eine Familie, in der nur Deutsch gesprochen wird. Tosun wird Manager in einer deutschen Firma und deutscher Staatsbürger. Er beginnt, auf Deutsch zu träumen, und sogar sein Gaumen passt sich deutschen Gepflogenheiten an: Er entwickelt eine Vorliebe für Schweinebraten und Weißbier. Doch heute, sechzig Jahre später, zieht Tosun eine ernüchternde Bilanz. Zwar hat er alles unternommen, um sich zu integrieren. Dennoch wurde ihm immer wieder bedeutet, dass er weniger wert sei als ein „echter“ Deutscher. Ganz anders erging es seiner Schwester, die damals in die USA auswanderte – und dort nie Diskriminierung erfuhr. Nach der Lektüre erscheint das Leben der drei Millionen Deutschtürken in neuem Licht – und die komplexe Beziehung Deutschlands zur Türkei.

Can Merey wurde als Sohn eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren und studierte in Aachen Sozialarbeit. Danach arbeitete er als freier Journalist in Istanbul, ehe er 1999 ein Volontariat bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) begann. Er arbeitete als Redakteur in der Politikredaktion in Berlin und ging 2003 nach Neu-Delhi, wo er die Leitung des Südasienbüros der dpa übernahm und insbesondere über den Konflikt in Afghanistan berichtete. Im Jahr 2013 übernahm, Merey die dpa-Büroleitung für den Nahen Osten mit Schwerpunkt Türkei-Berichterstattung in Istanbul. Ab Juli 2018 leitete Merey das dpa-Büro in Washington. Nun ist er zurück in Berlin beim Redaktionsnetzwerk Deutschland.

In seinem Roman „Der ewige Gast. Wie mein türkischer Vater versuchte, Deutscher zu werden“ erzählt der Journalist Can Merey die Geschichte von Tosun, dem Sohn eines Istanbuler Papierfabrikanten, der im Herbst 1958 als junger Türke nach Deutschland kommt – noch vor den Gastarbeitern.
Nach dem Studium heiratet er Maria, die von einem bayerischen Bauernhof stammt, und gründet eine Familie, in der nur Deutsch gesprochen wird. Tosun wird Manager in einer deutschen Firma und deutscher Staatsbürger. Er beginnt, auf Deutsch zu träumen, und sogar sein Gaumen passt sich deutschen Gepflogenheiten an: Er entwickelt eine Vorliebe für Schweinebraten und Weißbier. Doch heute, sechzig Jahre später, zieht Tosun eine ernüchternde Bilanz. Zwar hat er alles unternommen, um sich zu integrieren. Dennoch wurde ihm immer wieder bedeutet, dass er weniger wert sei als ein „echter“ Deutscher. Ganz anders erging es seiner Schwester, die damals in die USA auswanderte – und dort nie Diskriminierung erfuhr. Nach der Lektüre erscheint das Leben der drei Millionen Deutschtürken in neuem Licht – und die komplexe Beziehung Deutschlands zur Türkei.

Can Merey wurde als Sohn eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren und studierte in Aachen Sozialarbeit. Danach arbeitete er als freier Journalist in Istanbul, ehe er 1999 ein Volontariat bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) begann. Er arbeitete als Redakteur in der Politikredaktion in Berlin und ging 2003 nach Neu-Delhi, wo er die Leitung des Südasienbüros der dpa übernahm und insbesondere über den Konflikt in Afghanistan berichtete. Im Jahr 2013 übernahm, Merey die dpa-Büroleitung für den Nahen Osten mit Schwerpunkt Türkei-Berichterstattung in Istanbul. Ab Juli 2018 leitete Merey das dpa-Büro in Washington. Nun ist er zurück in Berlin beim Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Details

Datum:
22. September
Zeit:
19:00 – 21:00
Eintritt:
Kostenlos
Veranstaltungskategorien:
,

Link zum Online-Ticketverkauf

https://pretix.eu/bereichkultur/2022-merey/

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